Während sich die spanischen Eroberer an den sagenhaften Schätzen
der Inkas berauschten, blieb das wahre Gold der Inkas, die Kartoffel, lange ein
ungehobener Schatz.
Als sie dann nach Europa kam, wurde sie zunächst als Zierpflanze bestaunt und galt in
Fürstenhäusern und Adelskreisen als besondere Delikatesse. In Deutschland verhalf
schließlich der Preußenkönig Friedrich der Große der tollen Knolle zum Durchbruch - per Erlaß
und mit List brachte er die Bauern dazu, die ungewohnte Feldfrucht anzubauen. Die Kartoffel
wurde zum Volksnahrungsmittel.
Selten hat ein Nahrungsmittel unsere Eßgewohnheiten so stark beeinflußt wie die Kartoffel.
Wer sich heute zeitgemäß ernähren und dabei gleichzeitig lustvoll genießen will, kommt ohne
Kartoffel kaum aus.
»Morgens rund, mittags gestampfte, abends in Scheiben, dabei soll's bleiben - das ist
gesund« dichtete schon Johann Wolfgang von Goethe. Was die bescheidene Kartoffel unter
ihrer unscheinbaren Schale versteckt, ist sensationell. Und dabei haben 100 g Kartoffeln nur
68 Kalorien (285 kJ), das ist ungefähr nur soviel wie ein Apfel!
Die Kartoffel besteht zu rund 77 % aus Wasser und im übrigen aus geballter Energie. Die
Kohlenhydrate sind schnelle Energielieferanten. Die Ballaststoffe brauchen wir für ein gut
funktionierendes Verdauungssystem. Das Kartoffel- Eiweiß ist von der Menge her zwar
gering, von der biologischen Wertigkeit her aber das beste. Es enthält Animoseren, die für
unseren Organismus lebenswichtig sind. Das in der Kartoffel enthaltene Fett ist minimal und
außerdem cholesterinfrei.
Die Kartoffel ist nicht nur ein kalorienarmes Kraftpaket, sondern auch ein Vitamin- Tresor.
Besonders reichlich ist Vitamin C vertreten - zuständig für die Abwehr von Infekten, sowie die
Steigerung der Konzentration und Leistung. Daneben spielen die Vitamine B 1, B2 und B6
eine wichtige Rolle - sie sind zuständig für starke Nerven, gute Sehkraft, feste Fingernägel,
gesunde Haut, ein kräftiges Herz etc.
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