Wie die Tomate ist die Kartoffel ein Nachtschattengewächs. Ihre
Frucht ist die stark giftige Beere (Solanin). Die eßbaren Knollen sind
verdickte Triebe, in denen Reservestoffe für das Auskeimen einer neuen
Pflanze lagern, daraus erklärt sich ihr hoher Nährwert. Bevor
der Keimprozeß beginnt, werden die tollen Knollen ausgebuddelt und der
menschlichen Ernährung zugeführt.
Der Europa-Start der Kartoffel im Jahre 1621 war blumig: Sie wurde ihrer
hübschen Blüten wegen als Zierpflanze aus Südamerika eingeführt. Erst
im 18. Jahrhundert entdeckten die Europäer, was die Ureinwohner Südamerikas
längst nutzten: die Kartoffelknolle als wohlschmeckendes preiswertes
Grundnahrungsmittel.
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